DZ Bank, Frankfurt
Projektbeschreibung
DZ Bank, Frankfurt: Sanierung in Serie – über 50 Etagen
Der Westend-Tower, Hauptstandort der DZ Bank in Frankfurt: Eine architektonische Landmarke und gepflegte Immobilie in Top-Lage. Doch die Beleuchtung der Büroetagen war nach mehr als drei Jahrzehnten Nutzung technisch überholt. RIDI übernahm die Lichtsanierung, mit maßgeschneiderten Sanierungslösungen und minutiöser Logistik.
Lichtsanierungen im Bestand schonen Ressourcen und senken den Energieverbrauch. Sie sind auch angesichts der Ausphasung vieler konventioneller Lampentypen ein hochaktuelles Thema. Entsprechend bietet RIDI dafür umfassende Lösungen an. Das Spektrum reicht dabei vom Komponententausch und der Aufarbeitung von Bestandsleuchten bis zur kompletten Neuplanung nach Entkernung. Ebenfalls eine typische Sanierungsaufgabe: Der 1:1-Ersatz von veralteten Leuchten unter Beibehaltung der originalen Deckenöffnungen. Nicht immer kann sie mit Standardprodukten gelöst werden – so auch im Fall der Frankfurter DZ Bank Standorte.
Leuchtstoff ade, hallo LED
Hier plante das Facility Management der DZ Bank eine umfassende Sanierung mehrerer Gebäude, darunter der 208 Meter hohe Westend Tower mit seiner markanten Krone sowie das City House 1. Die Sanierung betraf das Büro-Layout hin zu offenen Flächen, Desk Sharing und hybridem Arbeiten, gestaltet unter Einbeziehung der Mitarbeitenden. Hinzu kam der Austausch von insgesamt rund 17.000 Leuchten, hauptsächlich zwei Grundtypen: quadratische Einlegeleuchten im Metalldeckensystem sowie rechteckige Langfeldleuchten. Sie stammten aus der Bauzeit in den frühen 1990er Jahren und arbeiteten noch mit inzwischen nicht mehr im Handel erhältlichen Leuchtstofflampen. Die ausdrückliche Vorgabe der Bauherren: Vorhandene Deckensysteme und Lichtpunktpositionen sollten beibehalten werden. Somit blieb kein planerischer Spielraum. Die neue Lichttechnik musste 1:1 in bestehende Montageöffnungen passen und gleichzeitig sämtliche geltenden Normen erfüllen, von Beleuchtungsstärke über Gleichmäßigkeit bis zur Blendungsbegrenzung an Bildschirmarbeitsplätzen.
„Da gibt es keinen Bestandsschutz – bei einer Umrüstung müssen die aktuellen Regeln eingehalten werden“, beschreibt Benno Zimmer, Head of Project Business and International Sales bei der RIDI Leuchten GmbH, die Herausforderung. Entscheidend war deshalb eine hochpräzise Lichtlenkung. Bei den Bemusterungen vor Ort präsentierte RIDI maßgeschneiderte LED-Leuchten, die wie ihre konventionellen Vorgänger ein seidenmattes Aluminium-Spiegelraster nutzen, um breitstrahlendes, gleichmäßiges Licht mit hoher Entblendung zu kombinieren. „Unsere Lösung konnte sich auch im Nutzervergleich gegen Linsen- oder Mikroprismatik-Systeme durchsetzen“, berichtet der Experte.
Leuchten-Logistik „just in Time“
Parallel dazu stellte die Sanierung enorme Anforderungen an Logistik und Timing. Die Arbeiten erfolgten geschossweise bei laufendem Betrieb. Mitarbeitende zogen temporär auf Ausweichflächen, Lieferungen mussten just in time erfolgen. RIDI organisierte die komplette Anlieferung mit eigener Lkw-Flotte, teils mit 40-Tonnern direkt in die Frankfurter Innenstadt. Pro Bauabschnitt wurden bis zu 20 Paletten Leuchten angeliefert und unmittelbar verbaut. Um die Montagezeiten weiter zu verkürzen, lieferte RIDI die Leuchten vorkonfektioniert mit Leitungen und Steckverbindungen. Vor Ort konnten die Monteure Leuchten und Kabel einfach einsetzen und verbinden – ein entscheidender Faktor für den engen Zeitplan.
Technisch setzt die neue Beleuchtung auf Zukunftssicherheit. Die Leuchten hat RIDI mit aktuellen, hoch effizienten LED-Modulen mit 4000 K Farbtemperatur in Zhaga Standardformaten ausgerüstet. Das erfüllt die Anforderung der Bauherren, Komponenten gegebenenfalls herstellerneutral austauschen zu können. Dimmbare DALI-Betriebsgeräte binden die Leuchten ins Gebäudeleitsystem ein und stellen zudem eine „Constant Light Output“-Funktion bereit: Das heißt, die Bestromung der LEDs wird im Laufe der Jahre automatisch angepasst, um Alterungseffekte auszugleichen und die Beleuchtungsstärke konstant zu halten. Sensoren steuern zudem für jeden Raum die Beleuchtungsstärke in Abhängigkeit vom Tageslicht.
Im Fokus: die Lebenszykluskosten
Ziel der Lichtsanierung in den DZ Bank Büros war neben optimaler Lichtqualität eine möglichst lange Systemlebensdauer bei minimalem Wartungsaufwand, denn aus Sicht des Betreibers spielen neben den Investitionskosten vor allem die Lebenszykluskosten eine zentrale Rolle. „Hochwertige LEDs und Betriebsgeräte mit bis zu 100.000 Stunden Lebensdauer sind langfristig deutlich wirtschaftlicher als vermeintlich günstige Lösungen“, betont Zimmer: „Weniger Ausfälle, geringere Wartung, niedrigere Energiekosten.“
Interessanterweise blieb für viele Nutzer der Austausch der Beleuchtung nahezu unbemerkt. Dank der vertrauten Anmutung und Lichtcharakteristik der RIDI Lösung mit Spiegelraster empfinden Mitarbeitende das neue Licht nicht als „Bruch“ – ein bewusstes Ziel des Projekts. „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, so Zimmer: „Wenn das Licht einfach passt, wird die Technik dahinter gar nicht wahrgenommen.“ Für ihn ist klar: Moderne Beleuchtung ist heute untrennbar mit Steuerung, Energieeffizienz und Nutzerkomfort verbunden. Zertifizierungssysteme wie DGNB oder BREEAM gewinnen in der Immobilienwirtschaft an Bedeutung. Sie setzen intelligente Lichtlösungen inzwischen faktisch voraus – als Hebel für Primärenergieeinsparung und Wohlbefinden gleichermaßen.
Ort
Frankfurt
Baujahr
Themenbereich
Büro & Konferenz

