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Theodor-Heuss-Realschule, Leverkusen

Projektbeschreibung

Sanierungspotential, optimal genutzt: Die Theodor-Heuss-Realschule im neuen Licht von RIDI

Eine Schule wird renoviert und erweitert – das klingt nach einer guten Nachricht. Im Fall der Theodor-Heuss-Realschule in Leverkusen-Opladen allerdings mit dramatischem Hintergrund: Das erst 2003 eröffnete Gebäude erlitt 2021 bei einem Unwetter schwere Flutschäden. Die Stadt Leverkusen ergriff die Chance, die gesamte Beleuchtung ergonomisch wie energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Bei der Wiedereröffnung der Schule im April 2025 sieht das Gebäude wirklich aus „wie neu“ – ein Kompliment für den zeitlos modernen Entwurf des Büros Wulf Architekten aus Stuttgart mit seinen ausgewogenen Proportionen und großzügigen Glasflächen. Von außen deutet nur die Aufstockung des linken Gebäudeflügels auf die tiefgreifenden Sanierungsarbeiten hin: So musste nicht nur die durch das Hochwasser von 2021 beschädigte Bausubstanz im Unter- und Erdgeschoss erneuert werden, die Planer verlegten aus Hochwasserschutzgründen auch die gesamte Haustechnik in höhere Etagen. So aktuell der Schulbau also erscheint, so viel hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten bei der technischen Ausstattung getan. Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, eine KNX-Elektroinstallation und nicht zuletzt energiesparende LED-Beleuchtung ermöglichen nun einen deutlich nachhaltigeren Betrieb. 

Wie schlimm die Flutschäden waren, hat Patrick Poßberg bis heute vor Augen. Er leitet bei der Stadt Leverkusen das Sachgebiet Elektrotechnik im Fachbereich Gebäudewirtschaft und erinnert sich: „Das Kellergeschoss war bis zur Decke überflutet, sämtliche Zentralen, Hauptverteilungen und Leuchten dort wurden vollständig zerstört. Das Erdgeschoss stand bis zu 1,5 m unter Wasser, die Decken mit der Beleuchtung waren starker Feuchtigkeit ausgesetzt.“ Hinzu kam: Die Bestandsbeleuchtung nutzte noch quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren und kompakte Leuchtstofflampen, also obsolete Leuchtmittel, die zurzeit vom Markt verschwinden. Daher entschied sich die Stadt, die Beleuchtung komplett zu erneuern.

Logistik – wie am Schnürchen

Dank Wiederaufbauförderung nach der Flutkatastrophe waren zwar ausreichend Mittel für die Sanierung vorhanden, knapp hingegen war der Zeitplan, berichtet der Elektrotechniker: „Nach dem Flutereignis mussten wir die Schule auslagern. Die Zeit drängte, es gab wenig Spielraum für eine lange Planungsphase, wie man es von gewöhnlichen Projekten her kennt.“ Vor dem Hintergrund, möglichst wirtschaftlich mit dem Bestand umzugehen, war ein Partner mit Expertise bei Lichtsanierungen gefragt. Es galt, die neue Beleuchtung auf die bestehenden Montagepunkte und Deckenausschnitte hin zu planen und zuzuschneiden. So kam RIDI ins Spiel, auch dank der aktiven Präsenz von Außendienst-Mitarbeiter Dietmar Neu vor Ort. „Gemeinsam mit den beteiligten Fachplanern hat RIDI zügig ein schlüssiges und passendes Beleuchtungskonzept beigesteuert“, lobt Poßberg – und auch die Logistik lief wie am Schnürchen, die insgesamt rund 850 Leuchten landeten kurzfristig und pünktlich auf der Baustelle.

„In der Theodor-Heuss-Realschule kommt jetzt modernste, ergonomische und energieeffiziente LED-Lichttechnik zum Einsatz“, erklärt Dietmar Neu, der das Projekt bei RIDI koordinierte. Unkompliziert gestaltete sich der Ersatz der TFL-Einbauleuchten, die bisher die Verkehrswege und Korridore beleuchteten: In den gleichen Deckenöffnungen arbeiten nun 250 LED-Einbaudownlights aus der EDLR-E2-Serie von RIDI. Sie sind bei einem Lichtstrom von etwa 3.000 Lumen mit LED in Lichtfarbe 840 (4000 Kelvin / Neutralweiß) bestückt und mit DALI-Treibern ausgestattet. Und für die Glaspendelleuchten, die zuvor im Foyer sowohl Licht- als auch Designakzente setzten, fand sich mehr als adäquater Ersatz in Form der ausdrucksstarken IRIS. Jeder dieser Leuchtkörper mit dem Torus-förmigen, transluzenten Gehäuse gibt direkt/indirekt strahlend bis zu 11.000 Lumen ab – ebenfalls in Lichtfarbe 840 und via DALI dimmbar: Ein attraktiver Blickfang für Foyer und Treppenhaus, durch die großzügige Glasfassade schon von außen weithin sichtbar.

Ergonomie im Fokus

Bei der Beleuchtung der Klassen- und Fachräume zählte vor allem Lichtqualität, Ergonomie und Funktionalität. RIDI konnte die Bauherren mit der „Multilens“-Technologie überzeugen: Hier erfolgt die Lichtlenkung ausschließlich durch Multilinsen. Sie liegen vertieft in Kammern aus seidenmattem Aluminium, die für hohen Cut-off und damit für Blendschutz und Sehkomfort sorgen. Da die Decken in den Klassenräumen nicht bis zur Fensterfront abgehängt sind, kommt diese Lichttechnik sowohl in Form von XEL-EE Einbauleuchten aus der Multilens-Serie sowie als Lichtband aus der RIDI LINIA Serie zum Einsatz, „abgestimmt auf die unterschiedlichen Sehaufgaben in Klassenräumen und Laboren mit verschiedenen Leistungen, um Beleuchtungsstärken von 500 Lux respektive 750 Lux zu erzielen“, erläutert Dietmar Neu: „Aber immer mit hervorragender Gleichmäßigkeit und bildschirmtauglichem RUG ≤ 19“. 

Eine ebenso durchgängige Eigenschaft der neuen Beleuchtung wie die Lichtqualität ist auch die digitale Konnektivität. Bis auf die Aula – hier haben die Einbau-Downlights der EDLR-E2-Serie der Raumbeleuchtung als Sonderausführung DMX-Treiber, um sie in die Bühnentechnik zu integrieren – besitzen alle RIDI Leuchten in der Theodor-Heuss-Realschule DALI-Treiber und sind über DALI-KNX-Gateways voll in die Gebäudesteuerung eingebunden. „Gebäudeautomation trägt einen wichtigen Part zur Energieeffizienz bei, deshalb setzen wir bei der Stadt Leverkusen bereits seit einiger Zeit den KNX-Bus als Standard ein“, so Poßberg. Bei der Beleuchtung übernimmt KNX die tageslichtabhängige Regelung der Beleuchtungsstärke sowie die Präsenzschaltung – teilautomatisch in den Klassenräumen und ganz ohne Schaltstellen auf den Verkehrszonen. 

Licht schafft Wohlbefinden

Wie gute Beleuchtung für eine Schule aussehen muss, davon hat Patrick Poßberg eine klare Vorstellung: „Grundsätzlich sind für mich neben der Energieeffizienz und den normativen Anforderungen vor allem eine homogene Ausleuchtung entscheidend,“ sagt der Experte: „Dazu kommt ein angenehmes Gesamtbild der Beleuchtung abgestimmt auf die Architektur und ihre Elemente.“ Da Schulen aber zugleich stark strapazierte Funktionsgebäude sind, ist für Poßberg auch Langlebigkeit sowie Wartungs- und Reparaturfreundlichkeit wichtig. All das, so sein Resümee, ist in der Theodor-Heuss-Realschule gelungen umgesetzt: „Die Beleuchtung wirkt sehr homogen, ohne dass die Leuchtenkörper zu dominant erscheinen. Die Anzahl der Lichtpunkte konnten wir auf ein notwendiges Maß begrenzen. Seitens der Nutzer, in erster Linie von den Lehrern, kam bisher auch nur positives Feedback.“ 

Keine Frage: Gutes Licht in Bildungseinrichtungen fördert die Konzentration und Wohlbefinden bei Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, schafft eine angenehme Lernumgebung. So entsteht Mehrwert für Nutzer und Gesellschaft. Wie sich Sanierungsdruck, Energieeffizienz und gute Lichtqualität auch unter extremen Bedingungen erfolgreich vereinen lassen – das zeigt diese Schule in Leverkusen wortwörtlich als leuchtendes Beispiel.


Fotos: Frieder Blickle für RIDI

Ort
Leverkusen

Baujahr


Themenbereich
Bildung & Kultur

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